nachgefragt

Wie verändert Corona Bildung?

Mit der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen sehen sich die Schulen vor große Herausforderungen gestellt. In diesem Beitrag möchten wir der Frage nachgehen: Wie verändert Corona Bildung? Dabei berücksichtigen wir nicht nur aktuelle Probleme und Möglichkeiten mit diesen umzugehen, sondern wagen auch einen Blick in die Zukunft, um zu sehen, welche Veränderungen die Schulen nachhaltig betreffen werden.

Annette Pfizenmaier
Schulleiterin an der Gemeinschaftsschule Weil im Schönbuch, 1. – 10. Klasse
Auch in der Lehrer:innenausbildung tätig

Christian Bareth
Stellv. Schulleiter am Kath. Freien Gymnasium St. Meinrad in Rottenburg
Seit 2019 Mitglied in einem Think Tank des evangelischen Schulwerks und dem katholischen Schulstiftungsamt zum Thema Digitalisierung

Antisemitismus und Verschwörungsmythen: Was können wir dagegen tun?

Dr. Michael Blume sagt: „Antisemitismus ist nicht irgendein Verschwörungsglauben, sondern er bedroht die Grundlagen jeder friedlichen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen Ordnung.“

In unserem Gespräch reden wir über die Dringlichkeit und die Möglichkeiten, den Antisemitismus zu bekämpfen. Dr. Michael Blume erklärt die Geschichte der Verschwörungsmythen allgemein und gibt Tipps, wie wir in Bildungseinrichtungen und im privaten Umfeld mit dem Thema umgehen können.

Dr. Michael Blume

Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung in Baden-Württemberg. Er ist Ansprechpartner für die Belange jüdischer Gruppen, aber auch für den Landtag, für Kommunen, Kirchen- und Moscheegemeinden sowie Bildungseinrichtungen.

Tod, Vergänglichkeit, Theodizee

Einleitend befasst sich das Interview mit der Frage, was unter dem Theodizee-Problem verstanden werden kann. Nach der Rekapitulation theologischer Deutungen der Corona-Krise und ihrer kritischen Beurteilung, wird zentral auf das Theodizee-Problem eingegangen. Die Grundaussage ist, dass die Corona-Krise als ein natürliches Übel verstanden werden muss. Sie ist eine Wirkung derselben Naturgesetze, die in der Evolution zur Freiheit des Menschen geführt haben. Wollte Gott einen freien Menschen schaffen, musste er die natürlichen Übel in Kauf nehmen. Am Ende des Interviews werden Grundhaltungen bedacht, die Menschen in die Lage versetzen können, Leid in einem christlichen Sinne zu bestehen.

Prof. Dr. Herbert Rommel

lehrt im Fach Kath. Theologie/Rp an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Philosophische Grundfragen der Theologie (Philosophische/Theologische Ethik, Theodizee, Komparative Theologie).

Geht’s noch? Reli in der Schule?

Im Religionsunterricht geht es nicht nur um die Einführung von Inhalten, Geschichten und Systemen verschiedener Religionen. Religiöse Bildung hat viel mit der aktuellen Gesellschaft zu tun.

Mit Dr. Silke Leonhard sprechen wir über die Bedeutung von Religion/dem christlichen Glauben für junge Menschen in unsicheren Zeiten, über Chancen und Grenzen der Digitalisierung von religiösen Inhalten und über die Anforderungen an Pädagoginnen und Pädagogen in der Gegenwart.

Dr. Silke Leonhard ist Rektorin des Religionspädagogischen Instituts Loccum (RPI)

Glauben Christen auch an Allah?

Aus Sicht des Islams hat sich Gott in unterschiedlichen Formen und Varianten dem Menschen immer wieder erfahrbar gemacht. Eines bleibt allerdings immer gleich: Es ist derselbe Gott, der sich offenbart. In der muslimischen Geistesgeschichte wurde zugleich viel gestritten über das angemessene Gottesbild, unter Muslimen selbst, mit Christen und Juden oder anderen Religionen und Weltanschauungen. Nun stellt sich angesichts einer pluraler werdenden Gesellschaft in Deutschland diese Frage von Neuem. Und vor allem: Ist es eine theologische Frage oder eine integrationspolitische?

Amir Dziri forscht zur religiösen Geistesgeschichte des Islams im Horizont gegenwartsrelevanter Fragen. Er ist erster Professur für Islamische Studien in der Schweiz an der Universität Fribourg.

Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft: https://www.unifr.ch/szig/de/

Clown Kampino: Glaube braucht Humor – Humor braucht Glaube ?!

Wo gelacht wird entsteht Vertrauen, Leichtigkeit und vor allem Freude. Humor ist ein neurobiologischer Schlüssel, der Offenheit möglich macht. Deshalb sollte in jedem Gottesdienst, in jeder Schulstunde mindestens einmal gelacht werden, oder wenigstens gelächelt. Das Christentum ist eine erlösende Botschaft, Humor erlöst vom Ernst des Lebens.„Hatte Jesus Humor?“ – Ja, da bin ich mir ganz sicher, denn er hat die Kinder zu sich kommen lassen. Die meisten großen Gestalten des Christentums waren Andersdenkende, nicht selten am Rande der Verrücktheit. Sie gingen über bisherige Grenzen hinaus, sonst hätten sie nichts verändern können. Auch Kinder bewegen sich oft an der Grenze. Wir sollten die Verrücktheiten unserer Kinder und Jugendlichen „ernst“ nehmen. Der Clown kann uns helfen, unser eigenes inneres Kind besser anzunehmen und unsere Verrücktheiten zu leben.

Ludger Hoffkamp

aus Ludwigsburg ist katholischer Theologe und Clown. Hauptberuflich arbeitet er als Pastoralreferent. Seit 2003 arbeitet er außerdem als Klinikclown, mittlerweile bei der Stiftung Humor hilft heilen von Eckart von Hirschhausen. Er gibt Seminare und Workshops in den Bereichen Humor in der Pflege, Humor in der Kommunikation oder Humor und Trauer.

https://www.clownkampino.de

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gewusst wie

Wie geht Unterricht digital?

Digitalität und Religionsunterricht – „Kirche“ zeitgemäß unterrichten
Wie verändert sich Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter? Welche Fähigkeiten und Eigenschaften benötigen Schüler*innen im 21. Jahrhundert? Und welchen Beitrag kann dabei religiöse Bildung leisten? In diesem Vortrag möchte ich zeigen, wie der inhaltsbezogenen Bereich Kirche mit zeitgemäßer Didaktik erschlossen werden kann. Schüler*innen soll ein authentischer und kreativer Zugang ermöglicht werden, der sie zum Diskurs und einer eigenen Positionierung herausfordert. Lernen und Lehren in einer Kultur der Digitalität zu entwickeln. Das geht am besten gemeinsam. Es wird gezeigt, welche Möglichkeiten Religionspädagog*innen haben, sich zu vernetzen und das eigenemethodische Repertoire zu erweitern.

Olav Richter, Studienleiter für Medienpädagogik RPI Baden

Reli trifft YouTube

In Zeiten einer Pandemie vereinsamen die Kinder und Jugendlichen zunehmend und die psychische Belastung ist enorm. Ohne regelmäßige Präsenz in der Schule fehlt ein wichtiges Element des sozialen Lebens der Kinder, welches nur durch Fernunterricht nicht ersetzt werden kann. Es werden in diesem Vortragverschiedene Wege aufgezeigt trotz Distanz die Gemeinschaft zu den Schüler:innen aufrecht zu erhalten und den Kontakt nicht zu verlieren. Aber auch die eigeneLehrergesundheit ist wichtig und so werden auch Tipps gegeben, wie man trotz dieser Zusatzbelastung nicht über seine Grenzen geht.

Marijke Hörger, Lehrerinfür Englisch/ev. Religion, diean einer Gemeinschaftsschuletätig ist. Seit 6Jahre hrtsieden YouTubeKanal „teachers diary“, der einen Einblick in das Lehrerleben gibt

Wie geht Frieden? Theologisieren in der Schule

Wie geht Frieden? Diese Frage ist immer aktuell. Egal ob im Kindergarten oder in der Oberstufe.

Und diese Frage ist einfach gestellt, aber nicht so leicht zu beantworten und zu leben. Hannah Geiger stellt drei interessante Bücher vor, in denen Feindesliebe, Vorurteile und Gerechtigkeit spielerisch und sehr differenziert behandelt werden.

Hannah Geiger

Referentin für Friedenspädagogik am Pädagogisch-Theologischen Zentrum in Stuttgart.

Hier der Link zu den Unterrichtsimpulsen: https://www.ptz-rpi.de/fileadmin/user_upload/ptz/einzelhomepageseite/Friedenspaedagogik/2018_materialien_friedenspaedagogik/Geiger_Liebenehm_FP_GS_Bilderbuecher.pdf

Hannah Geiger und Frauke Liebenehm: Friedenspädagogik in der Grundschule – mit Bilderbüchern friedenspädagogisch arbeiten.

In: Handreichung Friedensbildung für Schule und Gemeinde

https://www.ptz-rpi.de/fileadmin/user_upload/ptz/einzelhomepageseite/Friedenspaedagogik/2018_materialien_friedenspaedagogik/2020_Friedensbildung_Handreichung_gesammelt.pdf

Komm, erzähl mir was!

Erzählen von Märchen und Geschichten schenkt Mut, Zuversicht und das Vertrauen, dass Krisen bewältigt werden können. Ed hilft dabei, Werte zu vermitteln, fördert Empathiefähigkeit und Sprachgewandtheit und regt die Fantasie und Kreativität an.Geschichtenerzählerin Barbara Greiner-Burkert erzählt in diesem Video, wie Erzählen mit Kindern funktioniert und welche positiven Effekte ein gelungenes Erzählerlebnis bei Kindern bewirken kann. Sie zeigt, wie das in der Praxis aussieht und bekommt dabei Unterstützung von zwei kleinen Geschichtenerfindern, die mit ihr ins Land der Fantasie reisen

Barbara Greiner-Burkert

Professionelle Geschichtenerzählerin, Pädagogin M.A.und Systemische Therapeutin. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Erzählpädagogische Projekte, Bühnenerzählen und Fortbildungen.

https://www.die-sprechwerker.de

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Nachhaltig in der Kita - Projekt Grünes Küken

Grünes Küken, große Wirkung

Das “Grüne Küken” kombiniert umwelt- und religionspädagogische Ansätze. Denn Gottes Schöpfung umfasst die Umwelt im Sinne von Pflanzen und Tieren, aber auch die Mitmenschen. In der Badischen Landeskirche gehört das „Grüne Küken“ zum Evangelischen Profil. Der 4-minütige Filmbeitrag zeigt, wie sich das Konzept des „Grünen Kükens“ im KiTa-Alltag umsetzen lässt, wie engagiert die Erzieherinnen und die Kinder dabei sind und wie sich das „Grüne Küken“ in die Familien hinein auswirken kann

Das „Grüne Küken“ ist im Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Landeskirche in Baden angesiedelt.

Susanne Betz, Studienleiterin am Religionspädagogischen Institut Susanne.Betz@ekiba.de

Eine Welt für alle

Der Film möchte einen Einblick in das Aufgabenfeld der Schulseelsorge unter den besonderen Bedingungen eines Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums für körperliche und motorische Entwicklung geben. Dazu begleitet die Kamera Schüler:innen der Martinsschule Ladenburg im Schulalltag, speziell im Religionsunterricht, aber auch in Pflegesituationen, die für viele Kinder und Jugendliche fest im Schulalltag integriert sind.In den eingeblendeten Interviews kommen eine zur Schulseelsorge beauftragteReligionslehrerin der Landeskirche, der Schulleiter, die Pflegedienstleitung der Schule und Schüler aus der Berufsschulstufe des SBBZs zu Wort. Im Zentrum der Fragen stehen dabei die Themen „schwere Krankheit, Sterben und Tod“ als Erfahrungen von Schüler:innen und Mitarbeiter:innen der Schule.

Der Film: Schulzeit ist Lebenszeit | Martinsschule in Ladenburg wurde vom ERB 2019 für das TV-Format: „Himmel über Baden“ produziert. Redakteurin war Frau Juliane Langer.

Martinsschule Ladenburg: https://www.martinsschule-ladenburg.de/martinssschule-in-arbeit

Mit Medien die Welt entdecken und gestalten – Vor- und Grundschulprojekt „five to eight media“

Auf die Suche nach Buchstaben gehen, Geschichten erzählen, den Klassenkameraden fliegen lassen und eigene multimediale Bücher präsentieren.In den Kitas und Grundschulen, die am Projekt „5to8-media“ teilnehmen, arbeiten die Kindermit Tablets und lernen sie als Werkzeuge kennen, mit denen sie entdecken, gestalten und ihre Themen sichtbar machen können. So gehen sie die ersten Schritte zu einem aktiven, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und Technik. Im Vortrag stellen wir unser Verständnis von werteorientierter Medienbildung vor und geben Einblicke in die Praxis.

Lehrer*innen und Erzieher*innen aus dem Projekt „5to8-media“ geben Einblicke in Medienbildung und Medienarbeit in Kita und Grundschule. Seit drei Jahren arbeiten sie gemeinsam mit den Kindern mit Tablets.

Projektseite: www.5to8.de

Möchten Sie mehr erfahren, sich mit uns austauschen und über Fragen und Erfahrungen ins Gespräch kommen? Dann laden wir Sie herzlich ein zu einem informellen Austausch mit Projektbeteiligten

am 12. Mai

ab 16 Uhr

über „Zoom“

Den Link und die Zugangsdaten können Sie per Mail über Verena Hilbert bekommen: VHilbert@stiftungsschulamt.drs.de

KonApp – in Kontakt mit Konfirmanden

#digitalekirche ist gerade in aller Munde. Allgegenwärtig ist sie bei der jungen Generation. Die KonApp für Android und iOS verbindet eine gut aufbereitete digitale Bibel (BasisBibel und Lutherbibel) einschließlich Lexikon mit hilfreichen Werkzeugen für die Organisation der Konfi-Zeit: Ein Gruppenchat, Terminplanung, Lernstoffe und vieles mehr. Die App wird bereits in zahlreichen Gemeinden produktiv eingesetzt und stetig weiterentwickelt.

Dr. Thomas Ebinger
Gemeindepfarrer in Ostfildern-Kemnat, zuvor Dozent für Konfi-Arbeit am ptz Stuttgart. In dieser Zeit wurde die KonApp auf den Weg gebracht. Er bloggt unter www.thomas-ebinger.de zu verschiedenen kirchlichen Themen.

Max Naujoks
Projektreferent KonApp – Experte für die Technik und Entwicklung der KonApp.
Neben seiner Tätigkeit als Medienreferent auch als Filmemacher tätig und vor Ort in der evangelischen Kirchengemeinde Renningen als Jugendreferent aktiv.

Was glaubst denn du? Kinderfragen in der Kita

Was ist ein Kreuz?“ „Kann Gott einen Sohn haben?“ Religiöse Themen müssen nicht an Kinder herangetragen werden, sie fragen von sich aus nach dem, was ihnen an religiösen Symbolen und Inhalten begegnet. Der „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung“ in BW formuliert, dass Kinder „in ihrem Philosophieren und Theologisieren verständnisvolle Partner finden“ und dass sie die „christliche Prägung unserer Kultur kennen und verstehen“ sollen. An einer kurzen Filmsequenz erläutert Heike Helmchen-Menke, wie Fachkräfte religionssensibel auf Kinderfragen eingehen können und Pluralität wertschätzen können.

Heike Helmchen-Menke

ist Diplomtheologin, Fortbildungsdozentin und Pastoralreferentin. Sie ist Referentin für Elementarpädagogik im Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg mit diözesanweitem Auftrag.

Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg, Referat Elementarpädagogik

Bock auf Wahl? Demokratiebildung – Aber wie?

Die Schülerinnen und Schüler des Johann-Sebastian Bach-Gymnasiums haben, gemeinsam mit ihrer Lehrerin Anja Stephan, im Vorfeld der Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg ein digitales Format entwickelt, in dem alle politischen Kandidatinnen und Kandidaten zu ihrem Wahlprogramm und verschiedenen Themen wie Integration, Umwelt oder Bildung befragt wurden.

Normalerweise findet diese Veranstaltung in Präsenz statt und ist Teil des Kooperationsprojektes ´Bock auf Wahl´. Mit dabei sind auch Schülerinnen und Schüler der Carl-Benz-Schule Mannheim. Sie gestalten mit ihren Lehrern Herrn Keller und Herrn Bayer das Logo und die gesamte Printkampagne für das Projekt.

Langjährige Kooperationspartner sind außerdem die Landeszentrale für politische Bildung (Außenstelle Heidelberg), die Stadt Mannheim und der Stadtjugendring.

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